13.06.23

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Prepping für Anfänger: die 9 wichtigsten Tipps für Prepper und diejenigen, die es werden wollen

Prepping sollte durchdacht und geplant werden. Falsche Entscheidungen können dazu führen, dass die getroffenen Maßnahmen umsonst waren und der erhoffte Schutz im Katastrophenfall nicht gegeben ist. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Tipps genannt, auf die beim Prepping geachtet werden sollte.

1.    Auf Qualität achten

Beim Prepping kommt es besonders auf Nachhaltigkeit und Haltbarkeit der Produkte an. Das betrifft nicht nur Lebensmittel wie  Langzeitnahrungsmittel , sondern auch  Werkzeuge  oder Outdoor-Ausrüstung wie  Zelte  oder  Schlafsäcke . Wer hier zu sehr auf den Preis achtet und die Qualität vernachlässigt, kann im Katastrophenfall das Nachsehen haben.

Für den kleineren Geldbeutel gilt: besser weniger und dafür hochwertige Produkte kaufen, als zu viele und dafür minderwertige Qualität erwerben. Das bedeutet: Es ist wichtig, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, was wirklich benötigt wird.

Essentiell sind Gegenstände wie Zelt oder  Rucksack . Diese dürfen nicht schon nach kurzer Zeit kaputtgehen. Daher sollte man für sie etwas mehr investieren. Bei anderen Produkten, die keinen starken Belastungen ausgesetzt sind oder die man eher selten benötigt, darf es dagegen durchaus etwas Günstigeres sein.

2.    Nur das Nötige kaufen

Dieser Tipp passt zum ersten Hinweis. Es mag der Wunsch bestehen, sich auf Katastrophenfälle mit möglichst vielen Ausrüstungsgegenständen vorzubereiten. Doch was bringen all die Dinge, wenn es im Ernstfall nicht möglich ist, sie alle zu transportieren, weil sie nicht in den Fluchtrucksack passen? Außerdem sollte wie bereits beschrieben das bestehende Budget besser für weniger, dafür aber hochwertige Ausrüstungsgegenstände investiert werden.

3.    Vor dem Prepping informieren

Man liest viel über Prepping, und auch in Deutschland hat sich inzwischen eine große Prepper-Community mit vielen Mitgliedern entwickelt. Nutzen Sie die Erfahrungen anderer und profitieren Sie von deren Knowhow – zum Beispiel durch Teilnahme an entsprechenden Diskussionsforen oder Gruppen in sozialen Netzwerken. Dabei sollten Sie aber stets mehrere Quellen einbeziehen, denn nicht immer ist das, was man als erste Information erhält, auch richtig oder passend.

Wenn Sie Fragen zu den Produkten in unserem  Prepper Online-Shop  haben,  kontaktieren Sie uns gerne . Wir können Ihnen die für ihre Planungen optimalen Produkte empfehlen. So können Sie sicher sein, die richtige Zusammenstellung zu wählen.

4.    Auf körperliche Fitness und Gesundheit achten

In einer Katastrophensituation wird es schwierig bis unmöglich sein, einen Arzt aufzusuchen und medizinische Hilfe zu erhalten. Daher ist es besonders wichtig, schon jetzt auf die eigene Gesundheit und Fitness zu achten. Vermeintlich kleine Probleme wie ein entzündeter Zahn oder ein nicht behandeltes Rückenleiden können gravierende Folgen haben, wenn man auf sich alleine gestellt ist.

Neben den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sollte daher auch Ausdauersport auf dem Programm stehen. Zudem sollte man sich des eigenen Fitness-Levels bewusst sein und die eigene Leistungsfähigkeit kennen. Das verbessert die Chancen im Katastrophenfall.

5.    Die Ausrüstung nicht an einem einzigen Ort aufbewahren

Je nach Katastrophenszenario können verschiedene Orte betroffen sein. So ist zum Beispiel der Keller innerhalb eines häufig von Überschwemmungen betroffenen Gebiets eher ein ungünstiger Ort. Dagegen kann das Dachgeschoss eher von Feuern wie einem Waldbrand betroffen sein.

Je nachdem, gegen welche Katastrophen man sich wappnen möchte, sollte man daher die Ausrüstung und Notvorräte an unterschiedlichen Orten verwahren. Auch wenn ein Ort betroffen ist, gibt es dann noch die Vorräte an einem alternativen Ort. Nachfolgend sind einige Beispiele für alternative Depot-Standorte aufgeführt:

  • Im Keller
  • Im Wohnmobil
  • Bei Freunden oder Verwandten
  • Im Dachgeschoss
  • In einem Erdkeller im Garten

6.    Einen Plan haben

Die besten Ausrüstungsgegenstände bringen nichts, wenn man keinen Plan für verschiedene Katastrophenszenarien hat und dann erst überlegen muss, was zu tun ist. Das kostet wertvolle Zeit. Daher ist es wichtig, sich schon vorab Gedanken über mögliche Situationen zu machen und zu entscheiden, was im Fall der Fälle zu unternehmen ist. Beispiele:

  • Wenn ein Hochwasser auftritt: Welche Fluchtwege bzw. Straßen bleiben befahrbar, welche Wege werden zuerst überschwemmt?
  • Im Kriegsfall: Welche möglichen Angriffsziele gibt es, und wie kann man sich am schnellsten von ihnen entfernen?
  • Bei Chemieunfällen oder Reaktorkatastrophen: Aus welcher Richtung weht normalerweise der Wind, und welches sind die besten Fluchtwege entgegen der Windrichtung?

Generell gilt: Jede Situation erfordert einen anderen Plan. Oftmals kann es sinnvoll sein, das eigene Zuhause nicht zu verlassen, denn häufig bieten die eigenen vier Wände den besten Schutz. Ein vorzeitiges „Bugging Out“, also das überhastete Verlassen des Zuhauses, sollte vermieden werden.

7.    Nicht auf eigene Faust handeln

Wer sich alleine durchschlagen muss, hat in der Regel schlechtere Chancen in Notsituationen als in der Gruppe. Eine Gruppe bietet Schutz, Aufgaben können verteilt und die Kräfte gemeinsam eingesetzt werden.

Wer auf eigene Faust handelt, vergibt diese Möglichkeiten. Zwar mag es erfahrene Überlebenskünstler geben, die am besten ohne die Hilfe anderer auskommen, doch gerade Anfänger sollten schon im Vorfeld Absprachen mit anderen treffen, um in einer Notsituation einander helfen zu können. Auch das gehört zu einer guten Planung und sollte Bestandteil des Preppings sein.

8.    Für genügend Nahrungsvorräte sorgen

Eine ausreichende Versorgung mit Nahrung ist wichtig, um auch in einem Katastrophenszenario leistungsfähig zu sein und die dazu nötige Energie verfügbar zu haben. Als Faustregel gilt: Pro erwachsene Person sollten etwa 2.200 Kilokalorien pro Tag bereitstehen.

Sehr gut geeignet zur Bereitstellung der nötigen Energiemenge ist beispielsweise  Kompaktnahrung . Das sind hochkalorische Lebensmittel, die sich sehr gut lagern lassen.

Ebenfalls sehr gut bevorraten lässt sich  Dosenbrot , das auch ein guter Energielieferant ist.

9.    Ausreichende Wasservorräte und Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung

Noch wichtiger als die Vorsorge mit Nahrung ist ein ausreichender Wasservorrat. Der menschliche Körper benötigt pro Tag etwa 1,5 Liter Wasser. Sollen getrocknete Nahrungsmittel zubereitet werden, so wird dafür ebenfalls Wasser benötigt.

Weil es in vielen Fällen nicht möglich sein wird, genügend Wasser für mehrere Tage bei sich zu führen, sollte rechtzeitig darüber nachgedacht werden, wo es in der Umgebung passende Wasserquellen gibt. Zur Aufbereitung des Wassers sollten  entsprechende Hilfsmittel  vorgehalten werden.

Für die Bevorratung zu Hause sollten etwa zwei Liter Wasser pro Tag eingeplant werden, und das für mindestens zehn Tage. Das bedeutet, dass für eine dreiköpfige Familie 60 Liter Wasser vorgehalten werden sollten.

Fazit: Prepping bedeutet gute und durchdachte Vorbereitung

Mit dem Einkauf von Ausrüstungsgegenständen und Notvorräten ist es nicht getan: Prepping bedeutet auch, sich selbst in Form zu halten, einen Plan für jede denkbare Situation zu haben und sich nicht überraschen zu lassen. Aber auch die Wahl der richtigen Ausrüstung spielt eine wichtige Rolle.

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Alex: Outdoor-Spezi